Warum vegan?

Toll, dass du dich für eine vegane Ernährung interessiert. Der Weg zur veganen Ernährung führt meist über einen der beiden folgenden Gründe. Ich möchte mich gesünder ernähren oder ich möchte nicht, dass Tiere leiden müssen. Egal, welcher Grund dich hierher geführt hat, du bist auf dem richtigen Weg. Bei Team Healthy lernst du, wie du auf eine gesunde pflanzliche Ernährung umstellst, die gut für dich und deine Umwelt ist.

Für deine Gesundheit

Immer mehr Menschen fangen an, sich aus gesundheitlichen Gründen vegan zu ernähren. Viele Studien wie beispielsweise “Die China Studie” belegen bereits, dass eine rein pflanzliche Ernährung gesünder ist und vor diversen Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs schützt. Buchempfehlungen zum Thema Gesundheit und veganer Ernährung findest du hier.

Nach der Umstellung auf eine vegane Ernährung fühlen sich viele Leute energiegeladen und verlieren automatisch an Gewicht, wenn sie ihr eigenes Idealgewicht noch nicht erreicht haben. Auch Sportler profitieren durch die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung. Durch das Weglassen von tierischen Produkten sind die Muskeln meist nicht mehr übersäuert und regenerieren schneller. So kann man seine sportliche Leistung auf natürliche Weise steigern.

Ist eine vegane Ernährung auch immer gesund? Nein, auch als Veganer kann ich mich ungesund ernähren, indem ich beispielsweise häufig Pommes und zuckerhaltige Fertigprodukte esse. Aber keine Sorge, bei Team Healthy lernst du, wie du dich gesund vegan ernährst und ungesunde Lebensmittel meidest. Durch die Umstellung auf eine pflanzliche Ernährung wird nach einiger Zeit dein Verlangen nach fettigen und zuckerhaltigen Speisen ganz automatisch zurückgehen. Und keine Sorge, du musst weder hungern, noch den ganzen Tag nur Salat essen oder Kalorien zählen. Iss einfach so viel bis du satt bist. Denn das Schöne an der pflanzlichen Ernährung ist, es warten eine Vielzahl an leckeren Rezepten auf dich. Essen soll dir wieder Spaß machen.

Lass deine Nahrung deine Medizin sein und deine Medizin deine NahrungHippokrates (460-377 v. Chr.)

Aus Liebe zu Tieren und der Umwelt



Warum töten wir Tiere und belasten die Umwelt, wenn wir es nicht müssen? Hier ein paar Fakten, die du vielleicht noch nicht kennst:

  • Fleisch verschwendet Wasser: Jeder Deutsche verbraucht pro Tag durchschnittlich 5.000 Liter Wasser. Der größte Teil, 73 % Prozent, gehen auf die landwirtschaftlichen Produkte zurück, die wir konsumieren.
  • Industrielle Landwirtschaft erzeugt giftigen Schlamm: Die Fleischindustrie erzeugt eine ganze Menge Dreck. Düngemittel, Exkremente, Medikamente und andere Dinge gelangen in den Boden und sickern in unser Grundwasser.
  • Tiere brauchen viel Nahrung: Ein Großteil des angebauten Mais und Sojas werden an die Tiere verfüttert. Weltweit werden ungefähr 80 % des Sojas als Viehfutter verwendet.
  • Die Fleischindustrie benötigt viel Energie: Es braucht mehr als elfmal so viel Energie, um tierisches Eiweiß zu erzeugen als Getreideeiweiß.
  • Die Massentierhaltung macht die Ländereien kaputt: Auch das Weiden von Tieren verursacht schwere Schäden am Boden. Im Westen der USA ist bereits die Hälfte des Oberbodens verloren gegangen. Was sich erstmal nicht schlimm anhört, hat allerdings Auswirkungen auf das Wachstum der Pflanzen. Der Boden wird durch die Tiere schneller zerstört als er sich erholen kann. So wird ein zuvor fruchtbarer Boden auf lange Sicht zur Wüste.
  • Die Ozeane sind bald leergefischt: Überfischung ist ein großes Problem. In nur wenigen Jahrzehnten haben sich durch moderne Fangmethoden die globalen Fischbestände um bis zu 80 % verringert. Nebenbei zerstören wir immer mehr Lebensarten und Pflanzen in den Tiefen des Meeres, da immer tiefer gefischt werden muss, aufgrund der niedrigen Fischbestände.
  • Der Regenwald wird zerstört: Neben den Weltmeeren sind Regenwälder die artenreichsten Ökosysteme auf unserem Planten und versorgen uns mit Sauerstoff. Der Regenwald bedeckte einmal 14 Prozent der Erde. Jetzt sind es nur noch 6 Prozent. Die Rinderzucht ist die Hauptursache für die Zerstörung des Regenwalds.

 

Über 1 Million Menschen in Deutschland leben bereits vegan

Team Healthy beantwortet euch die gängigen Fragen

Diese Frage ist eine der am häufigsten gestellten Fragen in Bezug auf eine pflanzliche Ernährung. Gerade Sportler haben oft die Sorge, sie könnten bei einer Umstellung auf eine vegane Ernährung nicht genug Protein bekommen. Dieser Mythos kommt unter anderem daher, dass uns ein Leben lang erzählt wurde, wir müssten Fleisch essen, um groß und stark zu werden und um den Körper mit Protein zu versorgen. Ja, tierische Produkte sind reichhaltig an Protein, aber das ist pflanzliche Nahrung auch. Du musst dir also keine Sorgen machen, dass du nicht genug Protein bekommst.
Hier mal eine kurze Liste mit dem Proteingehalt von pflanzlichen Lebensmitteln pro 100g:

  • Hanfsamen – 33g
  • Brauner Reis – 8g
  • Mandeln – 22g
  • Buchweizen – 13g
  • Sonnenblumenkerne – 23g
  • Leinsamen – 24g
  • Chia Samen – 16g
  • Quinoa – 14g
  • Amaranth – 13g
  • Brokkoli – 3g
  • Haferflocken – 17g
  • Kidney-Bohnen – 9g
  • Linsen – 24g
  • Kichererbsen – 9g
  • Tofu – 12g
  • Tempeh – 19g
  • Erbsen – 5g
Auch dieser Mythos hält sich hartnäckig. Viele Leute glauben, nur in der Milch befände sich Kalzium. Kalzium ist ein Mineral wie Eisen oder Magnesium. Minerale wie Kalzium befinden sich im Boden und gelangen über die Pflanzen in die Tiere. So kommt die Kuh zum Kalzium. Minerale wie Kalzium findest du also auch in pflanzlicher Nahrung und du kannst dir den Umweg über die Kuh sparen.

Für starke Knochen ist Kalzium wichtig, allerdings sollte beachtet werden, wo das Kalzium herkommt. Denn bei einem hohen Säuregehalt verursacht durch tierische Nahrungsmittel wird den Knochen wieder Kalzium entzogen. Dies fördert das Risiko für Osteoporose. Unser Körper ist alkalisch. Daher ist es wichtig, dass der Säuregehalt deiner Ernährung nicht so hoch ist wie es bei pflanzlicher Nahrung der Fall ist. Für gesunde Knochen empfiehlt sich eine pflanzliche Ernährung, die dein Säure-Basen-Gleichgewicht erhält.

Hier eine Übersicht von Kalzium-haltigen pflanzlichen Lebensmitteln:

  • Brokkoli
  • Fenchel
  • Bohnen
  • Orangen
  • Mandeln
  • Oliven
  • Artischocken
  • Spargel
  • Sojamilch
  • Sojabohnen
  • Brombeeren
  • Tofu
  • Walnüsse
  • getrocknete Aprikosen & Feigen
  • Brauner Reis
Vitamin B12 ist wichtig für die Entwicklung und den Schutz von Nervenzellen und roten Blutzellen und hilft bei der Herstellung von DNA. Zu wenig B12 kann zu vielen gesundheitlichen Problemen führen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, erhöhte Reizbarkeit, Anämie und Dysfunktion des Nervensystems. B12 ist ein Nährstoff, der nicht in ausreichendem Maße in pflanzlicher Nahrung vorkommt. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir tierische Produkte essen müssen, um Vitamin B12 aufzunehmen, denn tierische Produkte enthalten selbst nicht immer genug B12. Der Grund dafür ist, dass weder Pflanzen noch Tiere natürlich B12 synthetisieren. Es wird aus Bakterien hergestellt. Tiere nehmen ungewaschene Pflanzen zu sich, die voll von Bakterien sind. Somit gelangt B12 in die Tiere und der Mensch nimmt es auf, wenn er Tiere isst.
Wir Menschen nehmen nur selten ungewaschene Pflanzen zu uns und entfernen somit die B12-produzierenden Bakterien von unseren Lebensmitteln. Um sicher zu gehen, dass du genügend B12 zu dir nimmst, empfehlen wir, den B12-Bedarf durch Nahrungsergänzungsmittel zu decken.

Übrigens betrifft Vitamin B12-Mangel nicht nur Vegetarier oder Veganer. Um sicher zu gehen, dass du keinen B12-Mangel hast, solltest du deinen B12-Spiegel testen lassen.

Wenn du Vitamin B12 supplementieren möchtest, dann schau dir unsere Empfehlungen an.

Du musst keinen Fisch essen, um an Omega 3 zu kommen. Omega-3-Fettsäuren sind auch in pflanzlichen Lebensmitteln ausreichend enthalten. Hier eine kleine Übersicht:

  • Leinsamen
  • Walnüsse
  • Chia-Samen
  • Hanfsamen
  • Algen

Es gibt auch Omega-3-Nahrungsergänzungsmittel auf pflanzlicher Basis: Plankton aus dem Ozean. So kommt übrigens auch der Fisch an Omega 3.

Auch so ein Mythos, der sich hartnäckig hält. Aus Erfahrung lässt sich aber sagen, genau das Gegenteil ist der Fall. Stell dir vor, dein Körper ist ein Ofen. Je länger der Ofen brennt, desto länger hast du Energie. Pflanzliche Nahrungsmittel sind reich an Ballaststoffen und sorgen dafür, dass du langhaltig Energie bekommst. So fällst du auch nicht in das bekannte Koma nach dem Essen, wenn man beispielsweise Schnitzel mit Pommes gegessen hat. Um ein Stück Fleisch zu verdauen, benötigt der Körper erst einmal viel Energie. Da bleibt dann weniger Energie für dich übrig. Pommes beispielsweise bestehen hauptsächlich aus leeren Kalorien. Diese sind schnell verbrannt und geben dir somit keine langanhaltende Energie.

Ok. Vielleicht habe ich dann mehr Energie, aber schwach sind doch Veganer trotzdem, oder?

Wenn du mehr Energie hast, dann kannst du auch besser trainieren, um stark zu werden oder brauchst nicht mehr so viel Koffein, um durch den Tag zu kommen. Hier mal eine kurze Liste von Athleten, die mit einer veganen Ernährung sportlich erfolgreich und super stark sind:

  • Patrick Baboumian, Strong Man
  • Carl Lewis, ehemaliger Leichtathlet
  • Mac Dabzig, Mixed Material Arts
  • Alexander Dargatz, Bodybuilding
  • Rich Roll, Ultraman-Athlet
  • Brandan Brazier, Triathlon
  • Tim Shieff, Freerunner

Vegane Ernährungsberatung

Du möchtest die vegane Ernährung ausprobieren, aber du weißt nicht wie du anfangen sollst ? Dann hole dir jetzt Unterstützung von Ernährungs- und Vegan Beraterin Jenny.